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KSP Esmarchstraße

ImageKSP Billrothstr 2.1VE_100A0_farbig

Bauherr:

Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Hamburg-Altona

Baujahr:

2012-2013

Das Plangebiet liegt im Hamburger Bezirk Altona, im Westen Hamburgs, an der Esmarchstraße, Kreuzungspunkt Warnholzstraße, in einem Wohngebiet mit überwiegend Geschosswohnungsbau. Die Neuplanung befasst sich mit einer vorhandenen Spielplatzfläche, sowie dem Zugangsbereich von der Stuhlmannstraße in einer Größe von ca. 1.300qm.

Die Spielplatzfläche bot vor der Umgestaltung wenig Spiel- und Aufenthaltsreiz. Ein Teil der Spielgeräte hatte aus Sicherheitsgründen demontiert werden müssen. Verblieben waren leere Sandflächen ohne Spielmöglichkeiten. Die Zugangssituationen waren unbefriedigend, da ein vorhandenes Tor in der Regel offen stand und damit eine Absicherung nicht gewährleistet werden konnte. Entlang der angrenzenden Wohnbebauung bestanden enge Zaunkorridore, welche besonders zur Stuhlmannstraße unübersichtliche Angsträume bildeten.

Die Neuplanung sah vor den Spielplatz komplett umzugestalten und neu zu gliedern. Dazu wurden verschiedene Spiel- und Sitzbereiche geschaffen, welche mit ihrem Angebot insbesondere Klein- und Schulkinder ansprechen sollen. Die Ausgestaltung der Flächen und Spielgeräte geschah in Zusammenarbeit mit „Steinzeichen“, dem Künstler und Bildhauer Jan Amelung und „Stockundstein“, dem Künstler und Bildhauer Mathias Schmidt. Ein Bewegungsparcours aus Sandstein, Edelstahlgeländern, Holzstegen, Kletternetzten und einem integriertem Spielhaus-Rutschenturm wurde aufgestellt.

Zum Einbezug der Quartiersbewohner stellten in einem Workshop interessierte Anwohner unter Anleitung der Künstlerin Anne Ochmann Keramiken her, welche als „Wächtertürme“ in den Eingangsbereich der Spielfläche aufgemauert wurden. Außerdem wurden in intensiven Bürgerbeteiligungen die Interessen der Anwohner ermittelt und im Zuge der Neuplanung berücksichtigt.

Im Kleinkinder-Spielbereich wurde für ein Wasserspiel in form einer Fischskulptur mit Rinnplatten ein ehemals vorhandener Wasseranschluss reaktiviert. Des weiteren wurden ein Krabbelturm mit Rutsche errichtet, sowie eine Back-Sandkiste. Eine Nestschaukel, ein kleines Karussell und eine Tischtennisplatte runden das Spielangebot ab.

Im Zentrum der Fläche sorgt ein Stahlunterstand mit darunterliegendem Holzdeck für Wetterschutz. Als Aufenthalts- und Treffpunkt wurden Bänke, Bank-Tisch-Kombinationen, wie auch informelle Sitzpoller unterschiedlicher Größe aufgestellt. Die Flächen erhielten Decken aus Fallschutzsand, wassergebundener Wegedecke, Betonpflaster und Fallschutzgummi. Randbereiche wurden bepflanzt, um den Bereich einzugrenzen und räumlich erlebbar zu machen. Vorhandene Bäume blieben in beiden Bereichen erhalten. Die Neuplanung berücksichtigt auch den bestehenden Wurzelraum.

Um Angsträume zu beseitigen wurden den Spielplatz verengende Vegetation gerodet und bestehende Zaunlinien versetzt sowie eine mannshohe Palisadenwand entfernt. Dadurch weitet sich der Eingangsbereich zu einer übersichtlichen Platzfläche auf.