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Spielplatz Archenholzstrasse

09-02-25 Archenholzstraße PDF bearbeitet 01

Bauherr:

Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Hamburg-Mitte

Baujahr:

2009/2010

Bausumme:

330.000,- Euro

Die umgestaltete Grün- und Spielanlage „Archenholzstrasse“ liegt im Stadtteil Hamburg-Billstedt, östlich der Kreuzung Öjendorfer Weg/Archenholzstrasse.

Die Umgestaltung der Grünanlage wurde erforderlich, da die westliche Hälfte der jetzigen Grünanlage dem Programm „Wachsende Stadt Hamburg“ als Baugelände zur Verfügung gestellt wurde. Durch das Herrichten des Baufeldes wurde ein vorhandener Kinderspielplatz mit Bolzplatz rückgebaut. Da es sich um das einzige öffentliche Angebot für Kinder und Jugendliche handelte, war es erforderlich diesen Verlust entsprechend den Erfordernissen vor Ort auszugleichen.

Der östliche Teil der Grünanlage bestand aus einem verbliebenen Teil des Spielplatzes und einer seit Jahren nicht mehr genutzten Bolzplatzfläche. Weiter östlich schloss sich eine große Rasenfläche an, die keiner Nutzung unterlag und damit die Funktion einer Abstandsfläche zu einem elfstöckigen SAGA-Hochhaus hatte.

Die freiraumplanerischen Maßnahmen sollten durch die Aufwertung des Spiel- und Bolzplatzes ein angemessenes Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche schaffen, jedoch ebenfalls auf die Interessen und Ansprüche der gesamten Anwohnerschaft und Nutzer eingehen. Es sollte vor allem eine zur Bewegung anregende Frei- und Freizeitfläche entstehen.

Die Planung und Umsetzung berücksichtigte robuste Bauweisen und die Reduzierung des Pflegeaufwandes. Die Spielbereiche wurden mit individuellen Geräten ausgestattet, die teilweise in Zusammenarbeit mit Künstlern für diesen Ort geplant wurden.

Das Schwerpunktangebot für Jugendliche setzt sich aus einem Unterstand, und einer Streetball-Fläche zusammen. Das Fussball-Kleinspielfeld erhielt einen farbigen Sportgummibelag mit sehr guten Spieleigenschaften, einen lärmdämpfenden Ballfangzaun und Fussballtore mit vandalismussicheren Kunststoffnetzen.

Durch das Mitwirken von Jugendlichen sollte die Akzeptanz und Identifikation mit den ihnen zur Verfügung gestellten Außenräumen verbessert und so langfristig Vandalismus begrenzt werden. Die Umgestaltung wurde von einer lokalen Jugendeinrichtung unterstützt, über welche Jugendliche bei einzelnen Bauarbeiten mitwirken konnten. Der Unterstand wurde als individuelle Anfertigung vollständig aus Metall in Abstimmung mit den Jugendlichen gefertigt und zum „sehen-und-gesehen-werden“ als Treffpunkt in der Nähe der Strasse aufgestellt. Auch eine Betonskulptur als Zentrum und Befestigung der Streetballkörbe entstand in gemeinsamer Planung und Herstellung von Jugendlichen unter Betreuung eines Künstlers.

Nicht außer Acht gelassen wurden bei der Planung die funktionalen Verlängerungen der Wohnwege der angrenzenden SAGA-Bebauung in den Grünzug als Zugangs- und Durchquerungsmöglichkeit.